Jahn-Apotheke

Feigwarzen

Feigwarzen sind spitze Kondylome im äußeren Genitalbereich, die durch ein Virus verursacht und äußerlich mit Cremes behandelt werden. Diese Seite führt Wartec mit Podophyllotoxin und Aldara mit Imiquimod. Jede Packung steht mit Wirkstoff, Stärke und Packungsgröße im Sortiment.

Was Feigwarzen sind

Feigwarzen sind spitze Kondylome im äußeren Genitalbereich und am After, die mit zwei Cremes äußerlich behandelt werden. Die Gebrauchsinformation zu Wartec beschreibt sie als kleine, umschriebene und nicht entzündete Warzen bei Männern und Frauen im äußeren Genitalbereich. Die Gebrauchsinformation zu Aldara nennt Feigwarzen auf der Haut im Bereich der Genitalien und des Anus. Feigwarzen sind ansteckend und werden vom oder an den Partner übertragen. Für die Infektion ist ein Virus verantwortlich, und beide Cremes auf dieser Seite richten sich gegen dieses Virus.

Welche zwei Cremes gegen Feigwarzen im Sortiment stehen

Zwei Cremes behandeln Feigwarzen in diesem Sortiment: Wartec mit dem Wirkstoff Podophyllotoxin und Aldara mit dem Wirkstoff Imiquimod. Beide werden äußerlich aufgetragen und sind verschreibungspflichtig. Wartec enthält 0,15 % Podophyllotoxin in einer Tube mit 5 g. Aldara enthält 50 mg/g Imiquimod in einer Packung mit 12 Sachets.

Podophyllotoxin ist ein antiviraler Wirkstoff, der aus dem Podophyllum-Wurzelstock gewonnen wird. Imiquimod unterstützt das körpereigene Immunsystem bei der Produktion natürlicher Substanzen, die das für die Feigwarzen-Infektion verantwortliche Virus bekämpfen. Wartec bringt den antiviralen Wirkstoff direkt auf die Warze, Aldara aktiviert die körpereigene Abwehr. Die beiden Cremes greifen damit auf unterschiedliche Weise an.

Wie Wartec mit Podophyllotoxin angewendet wird

Wartec wird zweimal täglich, morgens und abends im Abstand von 12 Stunden, an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf jede Warze aufgetragen. Danach folgen vier behandlungsfreie Tage, und diese sieben Tage bilden einen Behandlungszyklus. Die Behandlung ist auf höchstens 10 Feigwarzen einer Größe von 1 bis 10 mm und einer Gesamtfläche von höchstens 1,5 cm² begrenzt. Es wird nur so viel Creme aufgetragen, dass jede Warze bedeckt ist.

Vor dem Auftragen werden die betroffenen Stellen mit Wasser und Seife gereinigt und abgetrocknet. Die Creme wird mit den Fingerspitzen aufgetragen, der Kontakt mit gesunder Haut der Umgebung wird vermieden, und nach der Anwendung werden die Hände gründlich gewaschen. Die Anwendung wird unter Anleitung des behandelnden Arztes erlernt. Ist die Anwendungsfläche größer als 4 cm², ungefähr die Größe einer Briefmarke, wird eine Behandlung unter direkter ärztlicher Aufsicht empfohlen.

Wartec wird nur im äußeren Genitalbereich angewendet. Die Anwendung auf der Schleimhaut im Genitalbereich einschließlich der Harnröhre, des Rektums und der Vagina wird vermieden. Entzündete oder blutende Feigwarzen und Warzen in offenen oder blutenden Wunden werden nicht behandelt. Okklusivverbände wie ein Pflaster werden auf den behandelten Hautstellen nicht angewendet.

Wie Aldara mit Imiquimod angewendet wird

Aldara wird dreimal pro Woche, zum Beispiel montags, mittwochs und freitags, vor dem Zubettgehen aufgetragen. Eine dünne Schicht wird auf die saubere und trockene Hautstelle mit den Feigwarzen aufgetragen und vorsichtig verrieben, bis die Creme vollständig eingezogen ist. Die Creme bleibt 6 bis 10 Stunden auf der Haut. Während dieser Zeit wird nicht gebadet und nicht geduscht. Nach 6 bis 10 Stunden wird die behandelte Hautstelle mit Wasser und einer milden Seife gewaschen.

Für jede Behandlung wird ein neuer Beutel geöffnet, und der verbliebene Cremerest wird weggeworfen. Geöffnete Beutel werden nicht für eine spätere Verwendung aufbewahrt. Ein Beutel enthält eine ausreichende Crememenge für einen mit Feigwarzen infizierten Bereich von 20 cm². Die behandelten Bereiche werden nach dem Auftragen nicht mit Verbänden oder Pflastern abgedeckt. Männer mit Feigwarzen unter der Vorhaut ziehen die Vorhaut jeden Tag zurück und waschen den Hautbereich darunter.

Aldara wird nicht in der Harnröhre, in der Scheide, am Gebärmutterhals oder innerhalb des Anus angewendet. Offene Geschwüre werden erst nach ihrer Abheilung behandelt. Bei Geschlechtsverkehr während der Infektion wird die Behandlung nach dem Geschlechtsverkehr durchgeführt, nicht vorher, und die Creme wird vor dem Geschlechtsverkehr entfernt. Aldara beeinträchtigt die Reißfestigkeit von Kondomen und Scheidendiaphragmen.

Wie lange die Behandlung dauert

Wartec wird in Behandlungszyklen von je sieben Tagen wiederholt, solange Warzen vorhanden sind. Sind sieben Tage nach Beginn der Behandlung noch Warzen vorhanden, wird der Behandlungszyklus in einwöchigen Abständen wiederholt. Die Gebrauchsinformation nennt als Beispiel eine dreiwöchige Behandlungsdauer mit drei Behandlungszyklen.

Aldara wird bis zur vollständigen Abheilung der Feigwarzen angewendet. Nach Angaben der Gebrauchsinformation ist das bei der Hälfte der Frauen nach 8 Wochen der Fall und bei Männern nach 12 Wochen Behandlungsdauer. Bei einigen Patienten tritt eine völlige Abheilung bereits nach 4 Wochen Behandlung ein. Bei jedem Auftreten von Feigwarzen wird die Behandlung mit Aldara nicht länger als 16 Wochen durchgeführt.

Welche Hautreaktionen auftreten

Wartec verursacht am Anwendungsort sehr häufig Hautabschürfungen, Irritationen einschließlich Rötung, Juckreiz und ein brennendes Hautgefühl. Selten treten ein Hautgeschwür, Wundschorf, eine Bleichung der Haut, Blasen, Trockenheit der Haut, Schmerzen, eine Schwellung oder eine Blutung am Anwendungsort auf. Bei schweren lokalen Reaktionen wie Blutung, Schwellung, starkem Schmerz, Brennen oder Juckreiz wird die Creme sofort mit Wasser und milder Seife abgespült und ein Arzt aufgesucht.

Aldara verursacht bei der Feigwarzen-Behandlung sehr häufig eine Hautrötung, die bei 61 % der Patienten auftritt, ein Dünnerwerden der Haut bei 30 % der Patienten, Schuppenbildung und Anschwellen. Juckreiz tritt bei 32 % der Patienten auf, Brennen bei 26 % und Schmerzen bei 8 %. Diese Hautreaktionen sind meist leichter Art und klingen innerhalb von ungefähr 2 Wochen nach Absetzen der Behandlung ab. Kopfschmerzen treten bei 4 % oder weniger der Patienten auf.

Welche Grenzen die Behandlung hat

Wartec ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren nicht geprüft, weil Sicherheit und Wirksamkeit für diese Altersgruppe nicht erwiesen sind. Während der Schwangerschaft ist Wartec nicht empfohlen, und in der Stillzeit wird es nicht angewendet. Frauen im gebärfähigen Alter wenden während der Behandlung mit Wartec eine zuverlässige Verhütungsmethode an. Wartec darf nicht angewendet werden bei einer Allergie gegen Podophyllotoxin, Methyl-4-hydroxybenzoat oder Propyl-4-hydroxybenzoat.

Aldara wird bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen. Bei HIV-positiven Patienten hat sich Aldara als weniger wirksam erwiesen. Wer an einer Autoimmunerkrankung leidet oder eine Organtransplantation hatte, informiert den Arzt vor der Behandlung. Während der Behandlung mit Aldara wird nicht gestillt, weil nicht bekannt ist, ob Imiquimod in die Muttermilch übertritt. Aldara darf nicht angewendet werden bei einer Allergie gegen Imiquimod.

Beide Cremes behandeln die Warzen, verhindern aber nicht, dass eine andere Person mit HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten infiziert wird. Während der Behandlung mit Wartec und bis die Haut verheilt ist, wird Geschlechtsverkehr vermieden; falls er dennoch stattfindet, wird ein Kondom benutzt.

Wie die Behandlung ärztlich begleitet wird

Beide Cremes werden nach ärztlicher Verordnung angewendet. Die Anwendung von Wartec wird unter Anleitung des behandelnden Arztes erlernt. Bei Schwierigkeiten beim Auftragen erfolgt die weitere Behandlung unter Anleitung medizinischen Fachpersonals. Ist die Anwendungsfläche größer als 4 cm², wird die Behandlung unter direkter ärztlicher Aufsicht empfohlen.

Bei Aldara beurteilt der Arzt den Verlauf der Behandlung. Wird eine Hautreaktion während der Behandlung zu unangenehm, rät der Arzt zu einer kurzen Ruhepause von einigen Tagen. Nach dem Abklingen der Reaktionen wird die Behandlung fortgesetzt. Bei jedem Auftreten von Feigwarzen wird die Behandlung mit Aldara nicht länger als 16 Wochen durchgeführt.

Was Aldara außerdem behandelt

Aldara ist zusätzlich für zwei Hauterkrankungen zugelassen, die nicht zu den Feigwarzen gehören: das oberflächliche Basalzellkarzinom und die aktinische Keratose. Das oberflächliche Basalzellkarzinom ist eine langsam wachsende Form des Hautkrebses, die durch übermäßige Sonneneinstrahlung ausgelöst wird. Aktinische Keratosen sind raue Hautbereiche, die bei Menschen auftreten, die viel Sonnenstrahlung ausgesetzt waren. Diese beiden Anwendungsgebiete stehen außerhalb der Feigwarzen-Behandlung und werden auf dieser Seite nicht weiter ausgeführt.

Stärken und Packungsgrößen

Wartec enthält 0,15 % Podophyllotoxin in einer Tube mit 5 g, Aldara 50 mg/g Imiquimod in einer Packung mit 12 Sachets. Beide Packungen sind verschreibungspflichtig und werden nach ärztlicher Verordnung angewendet. Die Stärke steht bei beiden Cremes in der Bezeichnung, und die Packungsgröße unterscheidet sich: Wartec wird als Tube geführt, Aldara als Packung mit 12 Einzelbeuteln.