
Rheumatoide Arthritis
Die rheumatoide Arthritis ist eine chronisch-rheumatische Gelenkentzündung, die mit entzündungshemmenden Arzneimitteln behandelt wird. Diese Seite führt Hydroxychloroquin in Hydroxychloroquin und Plaquenil als Filmtabletten zu 200 mg. Jede Packung steht mit Wirkstoff, Stärke und Packungsgröße im Sortiment.
Rheumatoide Arthritis und die Behandlung mit Hydroxychloroquin
Rheumatoide Arthritis ist eine chronisch-rheumatische Gelenkentzündung, die mit dem Wirkstoff Hydroxychloroquin behandelt wird; im Sortiment stehen dafür Hydroxychloroquin und Plaquenil als Tabletten zu 200 mg. Beide Präparate sind verschreibungspflichtig und enthalten denselben Wirkstoff. Die Gebrauchsinformation beschreibt Hydroxychloroquin als Mittel zur Entzündungshemmung bei Autoimmunerkrankungen, also bei fälschlich gegen sich selbst gerichteten Reaktionen des körpereigenen Immunsystems. Die rheumatoide Arthritis gehört zu den Anwendungsgebieten, die die Gebrauchsinformation für beide Präparate nennt.
Was rheumatoide Arthritis ist
Rheumatoide Arthritis ist eine chronisch-rheumatische Gelenkentzündung, bei der das körpereigene Immunsystem fälschlich gegen den eigenen Körper gerichtet ist. Die Gebrauchsinformation ordnet die Erkrankung den Autoimmunerkrankungen zu und beschreibt sie als Gelenkentzündung, die chronisch verläuft. Neben der rheumatoiden Arthritis nennt dieselbe Gebrauchsinformation zwei weitere Autoimmunerkrankungen als Anwendungsgebiete: die juvenile idiopathische Arthritis, eine bestimmte Gelenkentzündung bei Kindern und Jugendlichen, und den systemischen Lupus erythematodes, eine Bindegewebserkrankung, welche die Haut und innere Organe betrifft. Alle drei Anwendungsgebiete gehören zur Gruppe der Autoimmunerkrankungen, weil bei ihnen das Immunsystem den eigenen Körper angreift.
Wie Hydroxychloroquin bei Autoimmunerkrankungen wirkt
Hydroxychloroquin ist nach Angaben der Gebrauchsinformation ein Mittel zur Entzündungshemmung bei Autoimmunerkrankungen. Die Entzündung entsteht bei diesen Erkrankungen aus einer Reaktion des körpereigenen Immunsystems, die sich fälschlich gegen den eigenen Körper richtet. Hydroxychloroquin dämpft diese Entzündungsreaktion, und die Gebrauchsinformation führt die rheumatoide Arthritis, die juvenile idiopathische Arthritis und den systemischen Lupus erythematodes als die Anwendungsgebiete, in denen es zur Entzündungshemmung eingesetzt wird. Die Behandlung erfolgt nach ärztlicher Verordnung, und die Dosis wird nach Kilogramm Körpergewicht gewählt.
Anwendungsgebiete von Hydroxychloroquin
Die Gebrauchsinformation nennt für Hydroxychloroquin und Plaquenil dieselben Anwendungsgebiete. Dazu gehören die chronisch-rheumatische Gelenkentzündung (rheumatoide Arthritis), bestimmte Gelenkentzündungen bei Kindern und Jugendlichen (juvenile idiopathische Arthritis) und der systemische Lupus erythematodes. Die drei Anwendungsgebiete verbindet, dass es sich um Autoimmunerkrankungen handelt, bei denen das Immunsystem fälschlich gegen den eigenen Körper gerichtet ist. Die rheumatoide Arthritis ist die Gelenkentzündung, auf die diese Seite die Behandlung mit Hydroxychloroquin bezieht.
Hydroxychloroquin bei juveniler idiopathischer Arthritis und Lupus
Die juvenile idiopathische Arthritis und der systemische Lupus erythematodes sind die zwei weiteren Autoimmunerkrankungen, für die die Gebrauchsinformation Hydroxychloroquin nennt. Bei Kindern ab 6 Jahren und ab 35 kg Körpergewicht beträgt die Dosis 5 bis 6,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht oder 400 mg täglich, in jedem Fall die geringere Menge. Beim systemischen Lupus erythematodes gilt für Erwachsene dasselbe Dosierschema wie bei der rheumatoiden Arthritis: eine Anfangsdosis von 400 bis 600 mg pro Tag und eine Erhaltungsdosis von 200 bis 400 mg pro Tag. Die drei Anwendungsgebiete teilen damit den Wirkstoff und das Dosierschema, unterscheiden sich aber in der Erkrankung, auf die sich die Behandlung richtet.
Dosierung von Hydroxychloroquin bei rheumatoider Arthritis
Bei der rheumatoiden Arthritis und beim systemischen Lupus erythematodes erhalten Erwachsene nach Angaben der Gebrauchsinformation eine Anfangsdosis von 2- bis 3-mal täglich 1 Filmtablette, entsprechend 400 bis 600 mg pro Tag. Die Erhaltungsdosis beträgt 1- bis 2-mal täglich 1 Filmtablette, entsprechend 200 bis 400 mg pro Tag. Die Erhaltungsdosis richtet sich nach dem Körpergewicht: Bei 30 bis 49 kg sind es 1 Filmtablette pro Tag, bei 50 bis 64 kg 1 Filmtablette pro Tag und jeden 2. Tag 1 zusätzliche Filmtablette, ab 65 kg 2 Filmtabletten pro Tag. Kinder ab 6 Jahren und ab 35 kg erhalten 5 bis 6,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht oder 400 mg täglich, in jedem Fall die geringere Menge. Die Dosis wird nach Kilogramm Körpergewicht gewählt, wobei bei Übergewicht das Idealgewicht zugrunde gelegt wird. Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion wird die Dosis gegebenenfalls angepasst.
Augenärztliche Untersuchungen unter Hydroxychloroquin
Vor Beginn einer längerfristigen Therapie und während dieser Therapie sind augenärztliche Untersuchungen beider Augen mindestens alle 3 Monate durchzuführen. Die Untersuchung umfasst nach Angaben der Gebrauchsinformation die Sehschärfe, das Farbsehen und das Gesichtsfeld sowie eine Augen- und Augenhintergrundkontrolle. Individuell angepasst wird die Untersuchung bei einer Dosis über 6,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht, bei eingeschränkter Nierenfunktion, bei einer aufsummierten Dosis von mehr als 200 g, bei älteren Patienten und bei eingeschränkter Sehschärfe. Bei ersten Anzeichen einer Netzhauterkrankung, etwa einer Minderung der Sehschärfe oder einem Ausfall des Rotsehens, ist sofort der behandelnde Arzt zu informieren und die Behandlung abzubrechen. Das Risiko von Netzhauterkrankungen ist gering bei Tagesdosen unterhalb von 6,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht; bei Überschreitung der empfohlenen Tagesdosis erhöht sich das Risiko von Netzhautschädigungen deutlich.
Weitere Kontrollen in der Langzeittherapie
Vor Beginn einer Dauertherapie und in Abständen von 2 Monaten ist eine vollständige Kontrolle des Blutbildes durchzuführen. Bei der Langzeittherapie werden die Patienten regelmäßig auf die Funktion der Skelettmuskulatur und der Sehnenreflexe untersucht. Treten Blutbildveränderungen auf, entscheidet der Arzt, ob die Therapie fortgeführt wird. Bei Schwächen der Skelettmuskulatur wird die Behandlung abgebrochen.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Hydroxychloroquin wird nach Angaben der Gebrauchsinformation nicht zusammen mit Arzneimitteln angewendet, die den Herzrhythmus beeinflussen, weil die Kombination Herzrhythmusstörungen auslösen kann. Zu diesen Arzneimitteln zählen Antiarrhythmika wie Amiodaron, trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika, bestimmte Antibiotika wie Moxifloxacin und Makrolide, Arzneimittel gegen HIV-Infektion wie Saquinavir, Arzneimittel gegen Pilzinfektionen wie Fluconazol, Arzneimittel gegen Parasiteninfektionen wie Pentamidin und Arzneimittel gegen Malaria wie Halofantrin. Während der Therapie wird möglichst auf andere Basistherapeutika zur Rheumabehandlung verzichtet, weil die Nebenwirkungsrate steigen kann. Zwischen Antazida oder Kaolin und Hydroxychloroquin ist ein zeitlicher Abstand von mindestens 2 Stunden einzuhalten. Die Wirkung von Methotrexat wird verstärkt, und bei einer blutzuckersenkenden Therapie mit Insulin oder anderen Diabetes-Arzneimitteln wird die Dosis gegebenenfalls erniedrigt. Grapefruitsaft ist zu vermeiden, weil er das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen kann.
Hydroxychloroquin und Plaquenil im Sortiment
Hydroxychloroquin und Plaquenil sind die zwei Präparate dieser Kategorie, und beide führen den Wirkstoff Hydroxychloroquin in der Stärke 200 mg als Tablette. Beide sind verschreibungspflichtig. Der Unterschied zwischen den beiden Präparaten liegt in der Packungsgröße. Hydroxychloroquin ist in Packungen mit 30 oder 60 Tabletten gelistet, Plaquenil in Packungen mit 30, 90 oder 100 Tabletten.
Packungsgrößen und Stärken
Die Stärke beider Präparate ist 200 mg, und die Packungsgrößen unterscheiden sich nach Präparat. Hydroxychloroquin führt 30 oder 60 Tabletten je Packung, Plaquenil führt 30, 90 oder 100 Tabletten je Packung. Wer eine Packung mit 60 Tabletten sucht, findet sie bei Hydroxychloroquin; wer eine Packung mit 90 oder 100 Tabletten sucht, findet sie bei Plaquenil.
Was vor der Einnahme zu beachten ist
Hydroxychloroquin darf nach Angaben der Gebrauchsinformation nicht eingenommen werden bei einer Allergie gegen Hydroxychloroquinsulfat oder 4-Aminochinoline, bei einer vorbestehenden Augennetzhauterkrankung (Retinopathie), insbesondere im Bereich des schärfsten Sehens (Makulopathie), bei einem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel, bei Erkrankungen des blutbildenden Systems, bei krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis), in der Stillzeit und bei Kindern unter 6 Jahren (unter 35 kg). Während der Schwangerschaft soll das Arzneimittel nicht angewendet werden, es sei denn, der Arzt entscheidet, dass der Nutzen die Risiken überwiegt. Der Arzt kann für die Dauer der Einnahme und mindestens 3 Monate nach Beendigung einen wirksamen Empfängnisschutz empfehlen. Grapefruitsaft und Alkohol in größeren Mengen sind zu vermeiden. Vor der Einnahme sprechen Betroffene mit ihrem Arzt oder Apotheker. Die Gebrauchsinformation nennt weitere Umstände, bei denen eine ärztliche Rücksprache erforderlich ist: eine bestehende oder frühere Myasthenie, Vorerkrankungen des Magen-Darm-Trakts, des Blut- oder Nervensystems, eine Überempfindlichkeit gegen Chinin, eine vorbestehende Schuppenflechte (Psoriasis), bestimmte Stoffwechselstörungen (Porphyrien), eine inaktive chronische Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus, dem Varizella-Zoster-Virus oder mit Tuberkulose, Krampfleiden (Epilepsie), Nieren- und Lebererkrankungen sowie die gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die die Nieren oder Leber schädigen können. Bei einem angeborenen oder erworbenen verlängerten QT-Intervall, einer Herzerkrankung, einem früheren Herzinfarkt oder einer Störung des Salzhaushalts im Blut mit geringen Kalium- oder Magnesiumspiegeln ist ebenfalls Rücksprache zu halten.
Nebenwirkungen von Hydroxychloroquin
Die meisten der nach Einnahme beobachteten Nebenwirkungen sind dosisabhängig. Sehr häufig treten Bauchschmerzen und Übelkeit auf, häufig verminderter Appetit, Kopfschmerzen, Hautausschlag, Juckreiz sowie Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Durchfall mit Gewichtsverlust und Erbrechen. Diese Magen-Darm-Symptome verschwinden gewöhnlich nach einer Verminderung der Dosis oder nach dem Absetzen. Zu den möglichen Augenveränderungen gehören Netzhautveränderungen (Retinopathien) mit veränderter Pigmentation und Gesichtsfeldausfällen sowie Hornhautveränderungen, die zu Lichthöfen, Verschwommensehen oder Lichtscheu führen. Bei schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Leberproblemen, schweren Hautreaktionen oder Gedanken an Selbstverletzung ist die Einnahme abzubrechen und unverzüglich ein Arzt aufzusuchen. Zu den weiteren beobachteten Nebenwirkungen gehören Hörstörungen wie Ohrgeräusche und Schwindel, Pigmentierungsstörungen an Haut, Schleimhaut und Haaren sowie Haarausfall, die sich nach Beendigung der Behandlung meist rasch zurückbilden. Selten treten Blutbildveränderungen wie eine Verminderung der roten Blutkörperchen, der Blutplättchen oder der weißen Blutkörperchen auf. Eine Herzmuskelerkrankung (Kardiomyopathie), die zu Herzschwäche führen kann, und Muskelerkrankungen der Skelettmuskulatur wurden berichtet. Schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung oder Hautablösung, Leberprobleme und psychische Probleme wie Depression, Halluzinationen oder Angstzustände gehören zu den schwerwiegenden Nebenwirkungen, bei denen die Einnahme abzubrechen und unverzüglich ein Arzt aufzusuchen ist.
