Jahn-Apotheke

Schlafmittel

Schlafmittel sind Arzneimittel gegen Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Diese Seite führt Melatonin in Circadin und Melatonin-Tabletten sowie die verschreibungspflichtigen Wirkstoffe Zopiclon, Zolpidem und Promethazin. Jede Packung steht mit Stärke und Packungsgröße im Sortiment.

Was Schlafmittel sind und welche Präparate das Sortiment führt

Schlafmittel sind Arzneimittel, die bei Ein- und Durchschlafstörungen angewendet werden, und diese Seite führt Melatonin-Präparate und verschreibungspflichtige Schlafmittel mit Wirkstoff, Darreichungsform, Stärke und Packungsgröße. Das Sortiment umfasst fünf Präparate: Circadin und Melatonin mit dem Wirkstoff Melatonin, Zopiclon mit Zopiclon, Zolpidem mit Zolpidem und Promethazin mit Promethazin. Alle fünf Präparate sind Tabletten zum Einnehmen.

Die Einteilung folgt der Verschreibungspflicht. Circadin, Zopiclon, Zolpidem und Promethazin sind verschreibungspflichtig, das Melatonin-Präparat ist nicht verschreibungspflichtig.

Die Anwendungsgebiete reichen von der primären Insomnie ab 55 Jahren über die Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen bis zum Jetlag und zu Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS. Promethazin nennt die Gebrauchsinformation bei Unruhe- und Erregungszuständen psychiatrischer Erkrankungen und, wenn therapeutische Alternativen nicht durchführbar oder nicht erfolgreich waren, bei Schlafstörungen bei Erwachsenen.

Melatonin als körpereigenes Hormon

Melatonin ist ein Hormon, das der Körper natürlich produziert, und es trägt zur Regelung des Tag-Nacht-Rhythmus bei. Circadin und das Melatonin-Präparat enthalten diesen Wirkstoff. Circadin wird für sich alleine angewendet, das Melatonin-Präparat deckt andere Anwendungsgebiete ab.

Die beiden Melatonin-Präparate unterscheiden sich in der Stärke und in der Verschreibungspflicht. Circadin ist mit 2 mg je Tablette gelistet, das Melatonin-Präparat mit 1 mg, 3 mg und 5 mg. Circadin ist verschreibungspflichtig, das Melatonin-Präparat nicht.

Circadin bei primärer Insomnie ab 55 Jahren

Circadin wird für die kurzzeitige Behandlung der primären Insomnie bei Patienten ab 55 Jahren angewendet. Primäre Insomnie bedeutet anhaltende Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten oder schlechte Schlafqualität über mindestens einen Monat, deren Ursache nicht auf eine bekannte medizinische, psychiatrische oder umgebungsbedingte Ursache zurückzuführen ist.

Die empfohlene Dosis beträgt eine Tablette zu 2 mg täglich, eingenommen nach einer Mahlzeit, 1 bis 2 Stunden vor dem Zubettgehen. Diese Dosierung lässt sich bis zu 13 Wochen beibehalten. Die Tablette wird im Ganzen geschluckt und darf nicht zerdrückt oder halbiert werden. Circadin enthält Lactose-Monohydrat, deshalb sprechen Personen mit einer Unverträglichkeit gegen bestimmte Zucker vor der Einnahme mit Arzt oder Apotheker.

Circadin darf nicht bei Kindern und Jugendlichen von 0 bis 18 Jahren angewendet werden. Rauchen setzt die Wirksamkeit von Circadin herab, weil Bestandteile im Tabak den Abbau von Melatonin durch die Leber beschleunigen. Circadin darf nicht eingenommen werden bei einer Allergie gegen Melatonin. Vor der Einnahme sprechen Personen mit einem Leber- oder Nierenproblem oder mit einer Autoimmunerkrankung mit Arzt oder Apotheker, weil für diese Gruppen keine Studien vorliegen.

Melatonin bei Jetlag und bei Schlafstörungen von Kindern mit ADHS

Das Melatonin-Präparat wird zur kurzzeitigen Behandlung eines Jetlags bei Erwachsenen und bei Schlafstörungen von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren mit ADHS angewendet. Jetlag bezeichnet die Symptome, die durch die Zeitverschiebung bei Reisen über mehrere Zeitzonen hinweg entstehen.

Für Erwachsene mit Jetlag beträgt die empfohlene Dosis 1 bis 5 mg für höchstens 5 Tage, eingenommen zur Schlafenszeit am Zielort, wenn die Reise über mindestens 5 Zeitzonen führt. Die Tabletten werden nicht vor 20:00 Uhr oder nach 04:00 Uhr eingenommen. Zur Behandlung von Jetlag darf das Präparat für maximal 16 Behandlungszeiträume pro Jahr eingenommen werden.

Bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS beträgt die empfohlene Anfangsdosis 1 bis 2 mg 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen. Die maximale Tagesdosis beträgt 5 mg. Zwei Stunden vor und zwei Stunden nach der Einnahme wird keine Nahrung aufgenommen. Das Präparat wird nicht an Kinder unter 6 Jahren gegeben. Während der Behandlung wird kein Alkohol getrunken, weil Alkohol die Wirkung von Melatonin auf den Schlaf verringert.

Vor der Einnahme sprechen Personen mit Diabetes oder einer Glukosetoleranzstörung, mit Leber- oder Nierenerkrankungen, mit einer Autoimmunerkrankung oder mit Epilepsie mit Arzt oder Apotheker. Melatonin wird in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen. Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen Kopfschmerz und Schläfrigkeit.

Zopiclon bei Einschlaf- und Durchschlafstörungen

Zopiclon ist ein verschreibungspflichtiges Schlafmittel als Tablette und wird bei Erwachsenen bei Einschlafstörungen, zu frühem Aufwachen oder zu häufigem Aufwachen in der Nacht angewendet. Zopiclon wird zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen angewendet und nur verordnet, wenn die Schlafstörung schwerwiegend oder beeinträchtigend ist oder eine extreme Belastung darstellt.

Die empfohlene Anfangsdosis für Erwachsene beträgt 5 mg oder 7,5 mg Zopiclon beim Schlafengehen. Bei älteren Personen und bei Patienten mit Nieren-, Leber- oder Atemproblemen wird eine geringere Anfangsdosis von 3,75 mg angewendet. Die maximale Tagesdosis beträgt 7,5 mg. Die Tablette wird direkt vor dem Zubettgehen eingenommen, nicht im Liegen, weil die Aufnahme im Liegen verzögert ist. Zwischen Einnahme und Aufstehen liegen 7 bis 8 Stunden ununterbrochener Schlaf.

Die Behandlung wird so kurz wie möglich gehalten, von einigen Tagen bis 2 Wochen. Zopiclon wird nicht länger als 4 Wochen eingenommen, einschließlich der Ausschleichphase. Beim Absetzen wird die Dosis schrittweise verringert, um Absetzsymptome und wiederkehrende Schlafprobleme zu verringern. Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen Schläfrigkeit, ein bitterer oder metallischer Geschmack im Mund und Mundtrockenheit. Bei längerer Anwendung steigt das Risiko einer körperlichen oder psychischen Abhängigkeit mit der Dosis und der Dauer der Behandlung.

Zopiclon wird nicht eingenommen bei einer schweren Lebererkrankung, einem Schlafapnoe-Syndrom, einer schwerwiegenden Muskelschwäche vom Typ Myasthenia gravis, starken Atembeschwerden oder wenn nach früherer Einnahme Schlafwandeln aufgetreten ist. Zopiclon wird nicht zusammen mit Alkohol eingenommen, weil Alkohol die Wirkung verstärkt. Die gleichzeitige Anwendung mit starken Schmerzmitteln aus der Klasse der Opioide erhöht das Risiko von Schläfrigkeit, Atembeschwerden und Koma.

Zolpidem bei schwerer Schlaflosigkeit

Zolpidem ist ein verschreibungspflichtiges Schlafmittel aus der Gruppe der Hypnotika und wird bei Erwachsenen zur kurzzeitigen Behandlung von schwerer, behindernder oder stark beeinträchtigender Schlaflosigkeit angewendet. Schlaflosigkeit umfasst Ein- und Durchschlafstörungen. Die Filmtabletten wirken schnell und werden unmittelbar vor dem Schlafengehen oder im Bett mit Flüssigkeit eingenommen.

Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg Zolpidem innerhalb von 24 Stunden. Älteren Personen über 65 Jahren und geschwächten Patienten wird eine Dosis von 5 mg verordnet. Bei Lebererkrankungen beträgt die empfohlene Anfangsdosis 5 mg, und der Arzt erhöht die Dosis auf 10 mg, wenn dies unbedenklich ist. Nach der Einnahme liegen mindestens 8 Stunden Schlaf. Die Behandlung dauert zwischen ein paar Tagen und 2 Wochen, und die maximale Behandlungsdauer einschließlich des schrittweisen Absetzens beträgt 4 Wochen.

Zolpidem wird nicht eingenommen bei einer schweren Lebererkrankung, einem Schlafapnoe-Syndrom, einer schweren Muskelschwäche vom Typ Myasthenia gravis, akuten oder schweren Atembeschwerden oder wenn nach früherer Einnahme Schlafwandeln aufgetreten ist. Zu den Nebenwirkungen zählen Amnesie und körperliche oder psychische Abhängigkeit. Das Risiko für einen Gedächtnisverlust steigt bei Einnahme höherer Dosen.

Promethazin bei Schlafstörungen, wenn Alternativen nicht durchführbar sind

Promethazin ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel als Tablette, und die Gebrauchsinformation nennt als Anwendungsgebiete Unruhe- und Erregungszustände bei psychiatrischen Erkrankungen sowie, wenn therapeutische Alternativen nicht durchführbar oder nicht erfolgreich waren, Übelkeit und Erbrechen und Schlafstörungen bei Erwachsenen.

Bei Schlafstörungen erhalten Erwachsene im Allgemeinen 1 bis 2 Filmtabletten zu 25 mg (entsprechend 25 bis 50 mg Promethazinhydrochlorid) zur Nacht. Die maximale Dosis überschreitet 1 mg Promethazinhydrochlorid pro Kilogramm Körpergewicht nicht. Die Filmtabletten sind teilbar und werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen. Die Einnahme erfolgt nicht auf vollen Magen, weil sonst mit verzögertem Wirkungseintritt und verstärkten Nachwirkungen am nächsten Morgen gerechnet wird.

Kinder unter 6 Jahren werden nicht mit Promethazin behandelt. Vor der Einnahme sprechen Personen mit Leber- oder Nierenerkrankungen, mit erniedrigtem oder erhöhtem Blutdruck, mit schweren Herzproblemen, mit chronischen Atembeschwerden oder Asthma bronchiale, mit Grüner Star, mit Vergrößerung der Vorsteherdrüse oder mit Störungen beim Wasserlassen mit Arzt oder Apotheker. Zu den sehr häufigen Nebenwirkungen zählen Müdigkeit (Sedierung), Mundtrockenheit und Eindickung von Schleim mit Störungen der Speichelsekretion. Während der Behandlung wird Alkohol gemieden, weil Alkohol die Wirkung von Promethazin verstärkt.

Verschreibungspflicht und Abgabe im Sortiment

Verschreibungspflichtig sind Circadin, Zopiclon, Zolpidem und Promethazin, nicht verschreibungspflichtig ist das Melatonin-Präparat. Die verschreibungspflichtigen Präparate werden nur nach Verordnung abgegeben.

Für alle Präparate gilt: Die Einnahme erfolgt nach Absprache mit Arzt oder Apotheker. Bei Schläfrigkeit wird kein Fahrzeug geführt und keine Maschine bedient. Alkohol verringert die Wirkung von Melatonin auf den Schlaf und verstärkt die Wirkung von Zopiclon. Wer schwanger ist oder stillt, klärt die Einnahme vorher mit Arzt oder Apotheker.

Stärken und Packungsgrößen

Jedes Präparat ist mit Wirkstoff, Darreichungsform, Stärke und Packungsgröße gelistet. Die folgende Liste nennt die Eckdaten der fünf Präparate auf dieser Seite: