
Malariaprophylaxe
Malariaprophylaxe ist die vorbeugende Einnahme von Arzneimitteln gegen Malaria bei Reisen in Risikogebiete. Diese Seite führt Atovaquon/Proguanil in Malarone und Atovaquon/Proguanil sowie Doxycyclin Malaria als verschreibungspflichtige Tabletten und Kapseln. Jede Packung steht mit Wirkstoff, Form, Stärke und Packungsgröße im Sortiment.
Was Malariaprophylaxe ist und wann sie greift
Malariaprophylaxe ist die vorbeugende Einnahme eines Malariamittels bei Reisen in Risikogebiete und beugt der Malaria vor. Malaria wird durch den Stich einer infizierten Stechmücke verbreitet, wodurch Malariaparasiten (Plasmodium falciparum) in das Blut gelangen. Die Malariaprophylaxe verbindet zwei Maßnahmen: die Einnahme eines Malariamittels und den Schutz vor Stechmücken. Personen jeden Alters erkranken an Malaria, und die Erkrankung ist ernst, aber vermeidbar.
Die Arzneimittel dieser Seite sind verschreibungspflichtig und werden nach Wirkstoff, Darreichungsform, Stärke und Packungsgröße geführt. Die Einnahme ersetzt den Schutz vor Mückenstichen nicht, weil beide Maßnahmen zusammen wirken. Die Malariaprophylaxe beginnt vor der Reise in ein Malariagebiet und reicht über die Rückkehr hinaus.
Die Malariaprophylaxe dieses Sortiments stützt sich auf zwei Wirkstoffgruppen. Atovaquon/Proguanil steht in Malarone und Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin in Doxycyclin Malaria. Die Auswahl zwischen den Präparaten betrifft den Wirkstoff, die Darreichungsform und die Packungsgröße.
Welche Arzneimittel zur Malariaprophylaxe im Sortiment stehen
Das Sortiment führt drei Arzneimittel zur Malariaprophylaxe: Malarone, Atovaquon/Proguanil und Doxycyclin Malaria. Malarone und Atovaquon/Proguanil enthalten die zwei Wirkstoffe Atovaquon und Proguanilhydrochlorid und gehören zur Medikamentengruppe der Malariamittel. Doxycyclin Malaria führt den Wirkstoff Doxycyclin und gehört zur Gruppe der Tetracyclin-Antibiotika. Alle drei Präparate sind verschreibungspflichtig.
Malarone und Atovaquon/Proguanil haben zwei Anwendungsgebiete: die Vorbeugung der Malaria und die Behandlung der Malaria. Doxycyclin Malaria ist das Doxycyclin-Präparat der Malariaprophylaxe im Sortiment.
Die drei Präparate unterscheiden sich in Wirkstoff und Form. Malarone und Atovaquon/Proguanil sind Tabletten zu 250 mg in Packungen mit 12 Tabletten. Doxycyclin Malaria ist in Kapseln zu 100 mg in Packungen von 8 bis 64 Kapseln oder Tabletten geführt.
Atovaquon/Proguanil in Malarone und Atovaquon/Proguanil
Malarone und Atovaquon/Proguanil beugen der Malaria durch Abtötung der Malariaparasiten vor. Bei Personen, die bereits mit Malaria infiziert sind, töten beide Präparate die Parasiten ebenfalls ab. Beide Präparate werden möglichst zusammen mit einer Mahlzeit oder einem Milchgetränk eingenommen, weil dies die Menge des aufgenommenen Wirkstoffs erhöht und zu einer besseren Wirksamkeit führt. Am besten werden beide Präparate jeden Tag zur gleichen Zeit eingenommen.
Wer sich innerhalb 1 Stunde nach der Einnahme erbricht, nimmt sofort eine weitere Dosis ein. Beide Präparate dürfen zur Vorbeugung der Malaria nicht eingenommen werden, wenn eine schwere Nierenfunktionsstörung vorliegt. Während der Einnahme ist das Stillen zu unterlassen, weil die Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen. In der Schwangerschaft werden beide Präparate nicht eingenommen, es sei denn der Arzt empfiehlt es.
Die Gebrauchsinformation nennt als sehr häufige Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall. Häufige Nebenwirkungen sind Schwindel, Schlaflosigkeit, seltsame Träume, Depressionen, Appetitlosigkeit, Fieber, Hautausschlag und Husten. Bei Blutuntersuchungen zeigen sich als häufige Nebenwirkungen eine zu geringe Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie), eine zu geringe Anzahl weißer Blutkörperchen (Neutropenie), niedrige Natriumspiegel im Blut und erhöhte Leberenzymwerte. Manche Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Malarone und Atovaquon/Proguanil. Dazu gehören Metoclopramid gegen Übelkeit und Erbrechen, die Antibiotika Tetracyclin, Rifampicin und Rifabutin, Efavirenz und bestimmte Protease-Inhibitoren gegen HIV-Infektionen, Warfarin und andere Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung sowie Etoposid zur Behandlung von Krebs.
Wann die Einnahme von Atovaquon/Proguanil beginnt und endet
Die Einnahme beginnt 1 oder 2 Tage vor der Reise in ein Malariagebiet und wird nach der Rückkehr in ein Malaria-freies Gebiet 7 weitere Tage fortgesetzt. Zur Vorbeugung der Malaria beträgt die empfohlene Dosis für Erwachsene 1 Filmtablette täglich. Es dauert 7 Tage, um sicherzustellen, dass alle Parasiten, die nach einem Stich einer infizierten Stechmücke im Blut sein könnten, abgetötet sind. Wer die Einnahme vorzeitig abbricht, riskiert eine Malariaerkrankung.
Malarone wird zur Vorbeugung der Malaria bei Kindern oder Erwachsenen unter 40 kg nicht empfohlen; für diese Gruppe stehen Malarone Junior Filmtabletten zur Verfügung. Atovaquon/Proguanil wird zur Vorbeugung bei Personen unter 40 kg ebenfalls nicht empfohlen und zur Behandlung bei Kindern unter 11 kg nicht empfohlen.
Zur Behandlung der Malaria beträgt die empfohlene Dosis für Erwachsene 4 Filmtabletten einmal täglich an 3 aufeinander folgenden Tagen. Für Kinder richtet sich die Dosis nach dem Körpergewicht. Kinder von 11 bis 20 kg erhalten 1 Filmtablette einmal täglich an 3 aufeinander folgenden Tagen, Kinder von 21 bis 30 kg erhalten 2 Filmtabletten, Kinder von 31 bis 40 kg erhalten 3 Filmtabletten, und Kinder über 40 kg erhalten die Dosis wie Erwachsene.
Wer eine Dosis vergessen hat, nimmt die nächste Dosis ein, sobald er sich erinnert, und fährt danach mit der gewohnten Einnahme fort. Zusätzliche Tabletten werden für die vergessene Einnahme nicht genommen. Die Einnahme wird nicht ohne Rat abgebrochen, weil die Prophylaxedauer über die gesamte Reise und die 7 Tage nach der Rückkehr gilt.
Doxycyclin Malaria als zweiter Wirkstoff der Malariaprophylaxe
Doxycyclin Malaria führt den Wirkstoff Doxycyclin in Kapseln zu 100 mg und gehört zur Gruppe der Tetracyclin-Antibiotika. Die Gebrauchsinformation beschreibt, dass Doxycyclin die Vermehrung von Bakterien verhindert, die im Körper Infektionen hervorrufen und empfindlich gegenüber Doxycyclin sind. Doxycyclin Malaria ist in Packungen von 8 bis 64 Kapseln oder Tabletten geführt.
Die Gebrauchsinformation nennt eine allgemeine Dosierung, die am ersten Tag mit 2 Tabletten beginnt und an den folgenden Tagen mit je 1 Tablette fortfährt. Erwachsene mit mehr als 70 kg Körpergewicht nehmen täglich 2 Tabletten ein. Die Tabletten werden mit reichlich Flüssigkeit, nicht mit Milch, in aufrechter Haltung und nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen eingenommen. Etwa 10 bis 15 Minuten nach der Einnahme wird nochmals reichlich Flüssigkeit nachgetrunken. Während der Behandlung ist Sonnenbaden im Freien oder in Solarien zu vermeiden, weil unter Sonnenbestrahlung phototoxische Reaktionen der belichteten Hautareale auftreten können.
Doxycyclin Malaria darf nicht eingenommen werden bei einer Allergie gegen Doxycyclin oder andere Tetracycline, bei schweren Funktionsstörungen der Leber, in der Schwangerschaft und Stillzeit und von Kindern unter 8 Jahren. Die Gebrauchsinformation nennt als häufige Nebenwirkungen Lichtempfindlichkeitsreaktionen wie Hautrötung, Hautschwellung und Blasenbildung, Kopfschmerzen sowie Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Fettstühle. Gelegentlich nennt sie Blutgerinnungsstörungen, Verdauungsstörungen und Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Wenn die Behandlung länger als 21 Tage dauert, veranlasst der Arzt regelmäßige Blut-, Leber- und Nierenuntersuchungen. Bei Sehstörungen während der Behandlung ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.
Schutz vor Mückenstichen als zweite Säule
Der Schutz vor Mückenstichen ergänzt die Arzneimitteleinnahme und umfasst Insektenschutzmittel, bedeckende Kleidung und ein imprägniertes Moskitonetz. Insektenschutzmittel gehören auf unbedeckte Hautstellen. Helle Kleidung, die den Körper möglichst vollständig bedeckt, schützt besonders nach Sonnenuntergang, weil die Stechmücken zu dieser Zeit am aktivsten sind. Wer in einem abgeschirmten Raum oder unter einem mit Insektengift imprägnierten Moskitonetz schläft, senkt das Risiko eines Stichs. Fenster und Türen bleiben bei Sonnenuntergang geschlossen, wenn sie nicht abgeschirmt sind. Insektengift in Form von Insektenklebestreifen, Insektenspray oder Mückenstecker befreit den Raum von Insekten oder hält Stechmücken davon ab, in den Raum zu gelangen.
Symptome nach der Rückkehr
Bei hohem Fieber, Kopfschmerzen, Zittern oder Müdigkeit nach der Rückkehr ist umgehend ein Arzt aufzusuchen. Auch nach den Schutzmaßnahmen ist eine Malariaerkrankung möglich. Manche Malariaarten führen erst nach längerer Zeit zu Symptomen, sodass die Erkrankung erst einige Tage, Wochen oder sogar Monate nach der Rückkehr ausbricht. Die Beobachtung des eigenen Gesundheitszustands nach der Rückkehr gehört deshalb zur Malariaprophylaxe.
Stärken und Packungsgrößen der Malariaprophylaxe
Die drei Arzneimittel der Malariaprophylaxe führen folgende Stärken und Packungsgrößen:
Alle drei Präparate sind verschreibungspflichtig.
- Malarone: 250 mg, 12 Tabletten
- Atovaquon/Proguanil: 250 mg, 12 Tabletten
- Doxycyclin Malaria: 100 mg, 8 bis 64 Kapseln oder Tabletten

