Jahn-Apotheke

Vorzeitiger Samenerguss

Der vorzeitige Samenerguss ist eine Ejakulation, die früher als gewünscht eintritt. Diese Seite führt Dapoxetin in Priligy als Filmtablette zur Behandlung des vorzeitigen Samenergusses bei erwachsenen Männern. Jede Packung steht mit Stärke und Packungsgröße im Sortiment.

Was vorzeitiger Samenerguss ist

Der vorzeitige Samenerguss ist ein Samenerguss, den der Mann bereits bei geringer sexueller Stimulation hat und bevor er dies möchte, und Priligy ist das Arzneimittel zur Behandlung des vorzeitigen Samenergusses. Die Gebrauchsinformation zu Priligy beschreibt diesen Verlauf und nennt die Folgen: Der vorzeitige Samenerguss führt zu Problemen für den Mann und zu Problemen in sexuellen Beziehungen.

Priligy enthält den Wirkstoff Dapoxetin und liegt als Filmtablette vor. Die Packung ist mit 30 mg und 3 Stück gelistet, und das Arzneimittel ist verschreibungspflichtig. Die Gebrauchsinformation ordnet Dapoxetin der Arzneimittelgruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) zu und bezeichnet Priligy als urologisches Arzneimittel. Damit steht auf dieser Seite ein Präparat, das geschluckt wird und dessen Wirkstoff in den Serotonin-Haushalt eingreift.

Die Abgrenzung zu anderen Beschwerden ist Teil der Definition. Ein vorzeitiger Samenerguss ist keine Erektionsstörung: Bei der Erektionsstörung bleibt die Erektion aus oder ist nicht ausreichend hart, beim vorzeitigen Samenerguss tritt der Samenerguss früher ein als gewünscht. Die Gebrauchsinformation zu Priligy nennt beide Beschwerden getrennt und weist darauf hin, dass ein Mann mit zusätzlichen sexuellen Problemen wie einer Erektionsstörung dies vor der Einnahme mit dem Arzt bespricht.

Wie Dapoxetin in Priligy wirkt

Dapoxetin ist der Wirkstoff in Priligy und gehört zur Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Die Gebrauchsinformation beschreibt die Wirkung von Priligy so: Priligy verlängert die Zeit bis zum Samenerguss und verbessert die Kontrolle über einen Samenerguss. Aus dieser verlängerten Zeit und der besseren Kontrolle folgt nach derselben Gebrauchsinformation eine Verringerung der Frustration und Sorge über einen schnellen Samenerguss.

Die Wirkung setzt nur bei sexueller Aktivität ein, denn Priligy wird nicht täglich eingenommen, sondern nur dann, wenn eine sexuelle Aktivität erwartet wird. Die Gebrauchsinformation nennt dafür ein Zeitfenster von 1 bis 3 Stunden vor der erwarteten sexuellen Aktivität. Wer keine sexuelle Aktivität erwartet, nimmt die Tablette nicht ein.

Dapoxetin wirkt auf den Serotonin-Haushalt, und daraus erklärt sich ein Teil der Nebenwirkungen. Die Gebrauchsinformation nennt als sehr häufige Nebenwirkungen Schwindelgefühl, Kopfschmerzen und Übelkeit. Diese Beschwerden treten bei mehr als 1 von 10 Männern auf, die Priligy einnehmen.

Dosierung und Einnahme von Priligy

Die empfohlene Dosis von Priligy beträgt 30 mg, und der Arzt erhöht die Dosis auf bis zu 60 mg. Die Tablette wird nur eingenommen, wenn innerhalb von 1 bis 3 Stunden eine sexuelle Aktivität erwartet wird. Priligy wird nicht häufiger als einmal alle 24 Stunden eingenommen, also höchstens einmal pro Tag.

Die Einnahme erfolgt unzerteilt und zusammen mit mindestens einem vollen Glas Wasser. Das unzerteilte Schlucken vermeidet nach Angaben der Gebrauchsinformation einen bitteren Geschmack, und das volle Glas Wasser senkt die Wahrscheinlichkeit, in Ohnmacht zu fallen. Priligy wird mit oder ohne Nahrung eingenommen.

Nach den ersten 4 Wochen oder nach 6 Einnahmen bespricht der Mann die Priligy-Behandlung mit seinem Arzt, um zu klären, ob die Behandlung fortgesetzt wird. Bei Fortführung sucht der Mann mindestens alle sechs Monate seinen Arzt auf. Wird die Einnahme abgebrochen, spricht der Mann vorher mit dem Arzt, weil nach dem Absetzen Schlafstörungen und Schwindelgefühl auftreten.

Für wen Priligy bestimmt ist

Priligy wird bei erwachsenen Männern im Alter von 18 bis 64 Jahren zur Behandlung des vorzeitigen Samenergusses angewendet. Männer unter 18 Jahren und Männer ab 65 Jahren nehmen Priligy nicht ein. Das Arzneimittel ist nicht zur Anwendung bei Frauen bestimmt.

Vor der ersten Einnahme führt der Arzt nach Angaben der Gebrauchsinformation einen Test durch, um sicherzustellen, dass der Blutdruck nicht zu weit absinkt, wenn der Mann aus dem Liegen aufsteht. Der Mann spricht außerdem mit dem Arzt, wenn kein vorzeitiger Samenerguss diagnostiziert wurde oder wenn zusätzlich andere sexuelle Probleme wie eine Erektionsstörung bestehen.

Die Altersspanne von 18 bis 64 Jahren stammt aus der Gebrauchsinformation und grenzt die Gruppe ab, für die die Behandlung beschrieben ist. Für Männer außerhalb dieser Spanne und für Frauen enthält die Gebrauchsinformation keine Anwendung zur Behandlung des vorzeitigen Samenergusses.

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen

Priligy darf nicht eingenommen werden bei einer Allergie gegen Dapoxetin oder einen sonstigen Bestandteil des Arzneimittels. Weitere Gegenanzeigen sind Herzprobleme wie Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen, Ohnmachtsanfälle in der Krankengeschichte, eine frühere Manie oder schwere Depression sowie mäßige oder schwere Lebererkrankungen.

Priligy wird nicht zusammen mit bestimmten anderen Arzneimitteln eingenommen. Die Gebrauchsinformation nennt Monoaminoxidase-Hemmer gegen Depression, Thioridazin gegen Schizophrenie, Lithium gegen bipolare Störungen, Linezolid als Antibiotikum, Tryptophan als Schlafmittel, Johanniskraut, Tramadol gegen starke Schmerzen, bestimmte Mittel gegen Migräne, die Pilzmittel Ketoconazol und Itraconazol, die HIV-Mittel Ritonavir, Saquinavir, Nelfinavir und Atazanavir, das Antibiotikum Telithromycin und das Antidepressivum Nefazodon.

Für einige dieser Mittel nennt die Gebrauchsinformation Wartezeiten. Nach dem Ende der Behandlung mit einem Monoaminoxidase-Hemmer wartet der Mann 14 Tage, bevor er mit Priligy beginnt. Nach dem Ende der Priligy-Einnahme wartet er 7 Tage, bevor er mit einem dieser Mittel beginnt.

Weitere Arzneimittel bespricht der Mann vor der Einnahme mit dem Arzt. Dazu gehören nicht-steroidale Entzündungshemmer wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure, Blutverdünner wie Warfarin, Mittel gegen Erektionsstörungen wie Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil, Mittel gegen Bluthochdruck und Angina pectoris wie Verapamil und Diltiazem, Fluconazol, Amprenavir und Fosamprenavir, Erythromycin und Clarithromycin sowie Aprepitant gegen Übelkeit.

Bei Getränken und Alkohol nennt die Gebrauchsinformation drei Regeln. Innerhalb von 24 Stunden vor der Einnahme trinkt der Mann keinen Grapefruitsaft, weil dieser den Spiegel von Priligy im Körper erhöht. Alkohol vermeidet er während der Einnahme, weil Alkohol Schwindelgefühl, Schläfrigkeit und eine verlangsamte Reaktionsfähigkeit verstärkt. Das Risiko für Verletzungen durch Ohnmachtsanfälle steigt, wenn Priligy zusammen mit Alkohol eingenommen wird.

Nebenwirkungen von Priligy

Die Gebrauchsinformation teilt die Nebenwirkungen von Priligy nach Häufigkeit ein. Sehr häufige Nebenwirkungen betreffen mehr als 1 von 10 Männern und umfassen Schwindelgefühl, Kopfschmerzen und Übelkeit. Häufige Nebenwirkungen betreffen bis zu 1 von 10 Männern und umfassen Reizbarkeit, Angstzustände, Taubheitsgefühl oder Kribbeln, Schwierigkeiten mit der Erektion, übermäßiges Schwitzen, Durchfall, Verstopfung oder Blähungen, Schlafprobleme, Müdigkeit, eine verstopfte Nase, einen Anstieg des Blutdrucks, Konzentrationsschwierigkeiten, Zittern, vermindertes Interesse an Sex, Ohrgeräusche, verschwommenes Sehen, Verdauungsstörungen und Mundtrockenheit.

Gelegentliche Nebenwirkungen betreffen bis zu 1 von 100 Männern. Die Gebrauchsinformation nennt hier Ohnmachtsanfälle oder Schwindelgefühl nach dem Aufstehen, Stimmungsveränderungen, einen langsamen oder unregelmäßigen Herzschlag, einen Verlust des Geschlechtstriebs, Probleme beim Orgasmus, ein Gefühl von Schwäche, ein Gefühl von Depression, Sehstörungen, einen niedrigen oder hohen Blutdruck, Juckreiz, Geschmacksstörungen und Zähneknirschen. Seltene Nebenwirkungen betreffen bis zu 1 von 1.000 Männern und umfassen Schwindelgefühl nach körperlicher Anstrengung, plötzlich eintretenden Schlaf und Stuhldrang.

Zu den möglichen Folgen von Priligy gehören Ohnmachtsanfälle und ein Abfall des Blutdrucks beim Aufstehen. Zur Verringerung dieses Risikos nimmt der Mann Priligy mit mindestens einem vollen Glas Wasser ein und nicht bei Flüssigkeitsmangel, etwa wenn er in den letzten 4 bis 6 Stunden nichts getrunken hat. Fühlt er sich benommen, legt er sich hin, sodass der Kopf tiefer liegt als der Rest des Körpers, oder setzt sich hin und nimmt den Kopf zwischen die Knie. Er steht nicht zu rasch auf, wenn er längere Zeit gesessen oder gelegen hat, und führt kein Fahrzeug, wenn er das Gefühl hat, in Ohnmacht zu fallen.

Die Einnahme wird abgebrochen und der Arzt unverzüglich aufgesucht, wenn Krampfanfälle auftreten, wenn der Mann in Ohnmacht fällt oder sich nach dem Aufstehen benommen fühlt, wenn er Stimmungsveränderungen bei sich feststellt oder wenn Selbstmord- oder Selbstschädigungsgedanken auftreten.

Packungsgröße und Bezug von Priligy

Priligy ist als Filmtablette mit dem Wirkstoff Dapoxetin in der Stärke 30 mg gelistet, und eine Packung enthält 3 Stück. Das Arzneimittel ist verschreibungspflichtig und wird nach ärztlicher Verordnung eingenommen. Als Hersteller ist Berlin-Chemie Menarini geführt.

Die Packung enthält eine feste Anzahl an Filmtabletten, die in der Packungsgröße steht. Die Stärke 30 mg ist die Stärke, in der Priligy auf dieser Seite geführt wird. Die Gebrauchsinformation nennt zusätzlich die Möglichkeit, die Dosis auf bis zu 60 mg zu erhöhen, wobei die Erhöhung der Arzt vornimmt.

Priligy enthält Lactose und Natrium. Die Gebrauchsinformation weist darauf hin, dass das Arzneimittel Lactose enthält und deshalb erst nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen wird, wenn eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern bekannt ist. Der Natriumgehalt liegt unter 1 mmol (23 mg) pro Filmtablette, sodass das Arzneimittel nahezu natriumfrei ist.