
Pilzinfektion
Pilzinfektionen können Haut, Schleimhäute und innere Organe betreffen. Diese Seite führt Fluconazol und Itraconazol als Kapseln gegen systemische Pilzinfektionen wie Candida-Infektionen in Blut und Organen sowie gegen Haut- und Schleimhautmykosen. Jede Packung steht mit Wirkstoff, Stärke und Packungsgröße im Sortiment.
Was eine systemische Pilzinfektion ist
Die systemische Pilzinfektion ist eine Pilzinfektion der Schleimhäute und/oder innerer Organe, und ihre Behandlung erfolgt mit den zwei oralen Antimykotika Fluconazol und Itraconazol. Die Gebrauchsinformation zu Itraconazol führt diese Form als systemische Mykosen und grenzt sie von den oberflächlichen Pilzinfektionen der Haut und der Nägel ab. Zu den Erregern zählen Hefen wie Candida und Schimmelpilze wie Aspergillus. Candida ist ein Hefepilz und der häufigste Erreger von Pilzinfektionen. Bei einer systemischen Mykose sitzt der Pilz nicht auf der Haut, sondern in den Schleimhäuten oder in inneren Organen wie Herz und Lunge. Die Gebrauchsinformation zu Fluconazol nennt Infektionen mit Candida, die im Blut, in Körperorganen oder im Harntrakt nachweisbar sind, als eigene Gruppe.
Die oberflächliche Anwendung bei Haut- und Nagelpilz steht auf der Seite zum Hautpilz. Auf dieser Seite stehen Fluconazol und Itraconazol für die systemische Anwendung, also für die Pilzinfektion der Schleimhäute und innerer Organe. Beide Wirkstoffe decken daneben oberflächliche Pilzinfektionen ab, wenn eine äußerliche Behandlung nicht wirksam ist.
Die zwei oralen Antimykotika im Sortiment
Fluconazol und Itraconazol sind die zwei oralen Antimykotika dieser Kategorie, und beide liegen als Kapseln zum Schlucken vor. Fluconazol enthält den Wirkstoff Fluconazol in der Stärke 150 mg je Kapsel. Itraconazol enthält den Wirkstoff Itraconazol in der Stärke 100 mg je Kapsel. Beide gehören zur Arzneimittelklasse der Antimykotika. Fluconazol wird nach Angaben seiner Gebrauchsinformation zur Behandlung von Infektionen angewendet, die durch Pilze verursacht sind, und zusätzlich zur Vorbeugung von Candida-Infektionen. Itraconazol ist ein Arzneimittel mit breitem Wirkungsspektrum zur Behandlung von Pilzerkrankungen. Die beiden Wirkstoffe unterscheiden sich in der Stärke je Kapsel und in den Anwendungsgebieten, die ihre Gebrauchsinformationen nennen.
Fluconazol bei systemischen Pilzinfektionen
Fluconazol deckt nach Angaben seiner Gebrauchsinformation mehrere systemische und Schleimhaut-Infektionen ab. Der Arzt verordnet Fluconazol unter anderem bei Kryptokokkenmeningitis, einer Pilzinfektion des Gehirns, bei Kokzidioidomykose, einer Erkrankung der Bronchien und Atemwege, und bei Infektionen mit Candida, die im Blut, in Körperorganen wie Herz und Lunge oder im Harntrakt nachweisbar sind. Zu den weiteren Anwendungsgebieten gehören Schleimhautsoor, also Infektionen der Mund- und Rachenschleimhaut, Genitalsoor, also Infektionen der Scheide oder des Penis, und Hautinfektionen wie Fußpilz, Ringelflechte, Pilzinfektionen im Leistenbereich und Nagelpilz. Die Gebrauchsinformation nennt zusätzlich die Vorbeugung von Rückfällen einer Kryptokokkenmeningitis und eines Schleimhautsoors sowie die Verminderung von Rückfällen bei Scheidensoor. Bei Kindern verordnet der Arzt Fluconazol bei Schleimhautsoor, bei Candida-Infektionen in Blut, Körperorganen oder Harntrakt und bei Kryptokokkenmeningitis. Bei Kindern bis 11 Jahre beträgt die Höchstdosis 400 mg pro Tag, und die Dosis wird auf der Grundlage des Körpergewichts in Kilogramm berechnet.
Itraconazol bei systemischen Mykosen
Itraconazol ist zur Behandlung von Pilzerkrankungen der Schleimhäute und/oder innerer Organe angezeigt, die die Gebrauchsinformation als systemische Mykosen führt. Zu diesen systemischen Mykosen zählt Itraconazol bei Candidose, Aspergillose, nicht-meningealer Kryptokokkose, Histoplasmose, Sporotrichose, Paracoccidioidomykose und Blastomykose. Die Gebrauchsinformation nennt daneben selten auftretende systemische oder tropische Mykosen. Bei einer Kryptokokken-Meningitis, also einer Pilzerkrankung der Hirnhäute, wendet der Arzt Itraconazol bei Patienten an, die auf Amphotericin B und Flucytosin nicht ansprechen oder bei denen diese Arzneimittel wegen einer Nierenschädigung oder anderer Unverträglichkeiten nicht angezeigt sind. Itraconazol deckt daneben oberflächliche Pilzinfektionen der Haut und der Nägel ab, wenn eine äußerliche Behandlung nicht wirksam ist. Bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem, etwa bei Neutropenie, AIDS oder nach einer Organtransplantation, erhöht der Arzt die Dosierung nach Angaben der Gebrauchsinformation.
Wie die Kapseln eingenommen werden
Fluconazol und Itraconazol werden als Kapseln geschluckt, und die Gebrauchsinformationen nennen für beide eine Einnahme mit Flüssigkeit. Fluconazol wird ungeöffnet und unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen, möglichst jeden Tag um die gleiche Uhrzeit. Die Kapseln von Fluconazol werden zu den Mahlzeiten oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Itraconazol wird unzerkaut direkt nach einer Mahlzeit mit etwas Flüssigkeit eingenommen, vorzugsweise mit einem Glas Trinkwasser, damit der Körper das Arzneimittel optimal aufnimmt. Bei Patienten mit Magensaftmangel, bestimmten AIDS-Patienten und Patienten, die Arzneimittel zur Verminderung der Magensekretion einnehmen, nennt die Gebrauchsinformation zu Itraconazol ein säurehaltiges Getränk wie ein nicht-diätetisches Cola-Getränk zur Einnahme. Säureneutralisierende Arzneimittel wie Aluminiumhydroxid werden mindestens eine Stunde vor oder frühestens zwei Stunden nach Itraconazol eingenommen. Eine vergessene Dosis wird nicht durch die doppelte Menge ausgeglichen. Die Behandlung mit Itraconazol wird nur nach Rücksprache mit dem Arzt vorzeitig abgebrochen, weil die Wirksamkeit bei vorzeitigem Abbrechen gemindert sein könnte.
Ältere Patienten ohne Nierenprobleme nehmen nach Angaben der Gebrauchsinformation zu Fluconazol die übliche Erwachsenen-Dosis ein. Bei Nierenproblemen ändert der Arzt die Dosis abhängig von der Funktionsfähigkeit der Nieren. Itraconazol wird bei Kindern, Jugendlichen und älteren Personen normalerweise nicht angewendet, und der Arzt verordnet es in besonderen Fällen.
Vorbeugung und Erhaltungstherapie
Fluconazol und Itraconazol werden nach Angaben ihrer Gebrauchsinformationen auch zur Vorbeugung und zur Erhaltung eingesetzt. Fluconazol verordnet der Arzt zur Vorbeugung von Infektionen durch Candida, wenn das Immunsystem geschwächt ist und nicht richtig arbeitet, sowie zur Vorbeugung von Rückfällen einer Kryptokokkenmeningitis und eines Schleimhautsoors. Bei AIDS-Patienten mit einer Pilzerkrankung der Organe wie Sporotrichose, Blastomykose, Histoplasmose oder Kryptokokkose prüft der behandelnde Arzt nach Angaben der Gebrauchsinformation zu Itraconazol, ob eine Erhaltungstherapie durchgeführt wird. Die Vorbeugung richtet sich damit an Patienten mit geschwächtem Immunsystem, während die Behandlung einer bestehenden systemischen Mykose bei allen betroffenen Patienten erfolgt.
Worauf die Gebrauchsinformationen hinweisen
Beide Gebrauchsinformationen nennen Leber und Herz als Bereiche, die während der Behandlung beobachtet werden. Fluconazol beeinträchtigt nach Angaben seiner Gebrauchsinformation die Leberfunktion, und als Symptome einer Leberfunktionsstörung nennt sie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Gelbfärbung der Haut oder des Weißen der Augen. Bei schweren Hautreaktionen wie einem ausgedehnten Hautausschlag mit erhöhter Körpertemperatur und vergrößerten Lymphknoten beendet der Behandelte die Einnahme und sucht sofort einen Arzt auf. Fluconazol darf nicht zusammen mit Astemizol, Terfenadin, Cisaprid, Pimozid, Chinidin oder Erythromycin eingenommen werden. Itraconazol verschlimmert nach Angaben seiner Gebrauchsinformation eine Herzfunktionsstörung, und bei einer ununterbrochenen Einnahme über mehr als einen Monat prüft der Arzt die Leberfunktion mit einem Bluttest. Bei Symptomen eines Hörverlustes informiert der Behandelte den Arzt. Frauen im gebärfähigen Alter verhüten während der Einnahme von Itraconazol und bis zum Einsetzen der nächsten Periode nach dem Ende der Behandlung, weil der Wirkstoff noch für einige Zeit im Körper verbleibt. Bestimmte Arzneimittel werden erst zwei Wochen nach dem Absetzen von Itraconazol eingenommen. Bei Fluconazol wartet eine Frau, die schwanger werden möchte, nach einer Einzeldosis eine Woche ab.
Nebenwirkungen der beiden Wirkstoffe
Die Gebrauchsinformationen nennen für beide Wirkstoffe Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden als häufige Nebenwirkungen. Bei Fluconazol sind häufig Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, ein Anstieg von Blut- oder Leberwerten und Hautausschlag genannt. Bei Itraconazol sind häufig Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Übelkeit genannt. Zu den weiteren Nebenwirkungen von Fluconazol gehören nach Angaben der Gebrauchsinformation unter anderem Appetitminderung, Schwindelgefühl, Veränderungen des Geschmacksempfindens, Leberschädigung und Haarausfall. Itraconazol nennt unter anderem Sehstörungen, Ohrgeräusche, vorübergehenden oder dauerhaften Hörverlust, Herzschwäche und schwere Lebervergiftung. Beide Gebrauchsinformationen raten, bei schweren Hautreaktionen oder Anzeichen einer Leberfunktionsstörung die Einnahme zu beenden und einen Arzt aufzusuchen.
Stärken und Packungsgrößen
Fluconazol ist mit 150 mg je Kapsel gelistet, und die Packungen reichen von 1 bis 6 Kapseln. Itraconazol ist mit 100 mg je Kapsel gelistet, und die Packungen reichen von 4 bis 32 Kapseln. Die Packungsgrößen von Itraconazol umfassen 4, 14, 15, 28 und 32 Kapseln. Beide Präparate sind verschreibungspflichtig und werden nach ärztlicher Verordnung eingenommen. Die Auswahl innerhalb dieser Kategorie betrifft damit den Wirkstoff, die Stärke je Kapsel und die Packungsgröße.
